Mannschaftsaufstellung
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Der Trainer sah es so:
Ein Fußballsonntag, wie man ihn sich wünscht - Sonne, 18°C, Rasenplatz... nur die Spieler und am Ende die Punkte fehlten.
Noch bedenklicher als im Dienstagsspiel der Vorwoche war auch an diesem Sonntag die Personaldecke
wiedereinmal äußerst dünn. Durch Ausfälle bei den Göttern sowie der I. Mannschaft durch Verletzungen, Rote Karten und dem Geburtstag des Wellensitiches konnten wir genau mit elf Mann zum Auswärtsspiel anreisen. Der Gegner versprach ein Mitkonkurrent um die oberen Mittelfeldplätze zu sein und entpuppte sich dann als durchaus bezwingbar.
Das Spiel begann auf beiden Seiten verhalten, und es dennoch entwickelten sich nach und nach einige Chancen auf beiden Seiten. Das leichte aber unausgenutzte Übergewicht der Stommeler II. wäre in der 15. Minute beinahe durch Iain Metzer bestraft worden, der jedoch freistehend vor dem Torwart vergab. Kurz darauf wurden die Götter durch Unachtsamkeiten, die durch wachsende Unzufriedenheit mit der Schiedsrichterleistung und entsprechender Undiszipliniertheit auch untereinander zu Stande kamen, zweimal kurz hintereinander in der Abwehr ausgespielt (einmal stark abseitsverdächtig), und die Heimelf stand im Nu mit 2:0 in Führung.
Obwohl vor dem Spiel noch
deutlich angesprochen, waren nun verschiedene Spieler nicht in der Lage sich zu beherrschen, und standen bereits kurz vor dem Pausentee vor der Gelb-Roten Karte. Diesem Verhalten fiel Sebastian Kornmann in der Halbzeit dann zum Opfer, da sich in der Zwischenzeit Marc Wipperfürth eingefunden hatte und ihn ersetzte. Aus Mangel an weiteren Alternativen mußten alle anderen Spieler auf dem Feld verbleiben.
Trotz des 2 Tore Rückstandes war das Spiel in der Halbzeit noch lange nicht verloren, denn die erste Halbzeit war weit weniger schlecht gelaufen, als es der Zwischenstand vermuten ließ. Mit kämpfersicher Einstellung ging es zurück auf's Feld, und wir übernahmen das Spiel zusehends. Die Heimelf wurde in ihre Hälfte gedrückt, und kam nur noch zu Kontern. In der 65.Minute wurde dann Iain Metzer im 16m-Raum ballführend umgerempelt, und verwandelte den folgenden Strafstoß selbst souverän zum Anschlußtreffer 1:2.
Nachdem der gegnerische rechte Verteidiger in der Elfmetersituation vom Schiri des Feldes verwiesen wurde, folgte ein weiteres Aufbäumen der Götter, in welcher die Stommeler kaum noch zu klaren Bällen kamen. Keine 5 Minuten später wurde Stefan Secker regelwidrig im gegenerischen Strafraum umgeworfen, und der Pfiff des Schiris ertönte. In sicherer Erwartung eine Elfmeters konzentrierten sich alle Blicke auf den Mann mit der Pfeife, der seelenruhig an den Ort des Geschehens marschierte, ohne anzuzeigen, was er nun gepfiffen hatte. Stommeler Spieler bedrängten den Mann und es kam zu einigen unschönen Äußerungen, die jedoch verebbten, als er zur Verwunderung aller auf Stürmerfoul (oder Schwalbe?) entschied.
Ungeachtet der Schiedsrichterleistung drängten die Götter
weiter auf den Ausgleich, wurden jedoch nach einer Ecke von einem Konter der schnellen Stommeler Stürmer kalt erwischt, die zum 3:1 und kurz darauf sogar zum 4:1 (ca. 75 Minute) auf gleiche Art und Weise erhöhten. Doch selbst bei diesem Spielstand und zu dieser Spielzeit war das Spiel noch nicht verloren. Es ergaben sich noch einige brennzelige Situationen vor dem gegnerischen Tor, insbesondere durch Ecken, die zu einem Treffer hätten führen können. Oliver Bollig, bezeichnenderweise an diesem Tag mit der Nummer 9 auf dem Feld, vergab schön von Stefan Secker freigespielt frei vor dem Tor aus ca. 8 Metern.
Es folgten verschiedene weitere Schiedsrichterentscheidungen, die zu einiger Verwirrung der Beteiligten führten. Unter anderem blieb die Entscheidung nach einem Zusammenprall von Alexander Rohde mit einem konternden Stürmer ähnlich wie in der beschriebenen Elfmetersituation lange unklar, und wurde am Ende mit einem Freistoß für die Heimelf gewertet. Außerdem gab es noch einen weiteren Elfmeter für uns, der zwar berechtigt war, aber viel zu spät gepfiffen wurde. Diesen verwandelte Iain Metzer erneut sicher zum 4:2 Endstand.
FAZIT: Insgesamt eine ordentliche Leistung, besonders unter Berücksichtigung der Aufstellung, die jedoch leider nicht belohnt wurde. Der Mannschaft ist kein Vorwurf zu machen, es wurde bis zur letzten Minute gekämpft. Etwas mehr Konzentration in der ein oder anderen Situation, im Angriff wie in der Abwehr, und solch ein Spiel wird gewonnen.
Stefan Secker 03/2005
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