| Kommentar
von Alex Rohde:
Trotz des regnerischen Wetters durften wir unser Heimspiel gegen
Bedburg-Rath auf dem Rasenplatz im gut gefüllten Werner-Lehmann-Stadion
austragen. Bis auf den nach Erdöl bohrenden Trainer
und den gesperrten Daniel Geuer waren alle Spieler
an Bord. Trainerguru Jens Füser konnte aus
den Vollen schöpfen und schwor die Mannschaft unter Zuhilfenahme
seiner togolesischen Schamanenfibel „ Über Voodoo und
Hexerei“ auf das Spiel ein.
Kappentän Fuhrmann verlor wie
üblich die Seitenwahl, sodass die Kreisklassengötter mit
Ballbesitz das Spiel begannen. Das Sturmduo Metzer-Mai
führte den Anstoß aus und spielte den Ball zu Oliver
Bollig zurück. Dieser passte in den erstbesten Rather
Fuß, der den Ball nach rechts weiterleitete. Von dort wurde
der Ball in den Oberforter Strafraum geschlagen, wo wiederum Oliver
Bollig den Gegner nur durch ein Foul bremsen konnte. Elfmeter
für Rath nach 20 Sekunden! Der Gast lies sich diese Chance
zum 1:0 nicht entgehen und das Sturmduo Metzer-Mai
traf sich bereits in der 2. Spielminute erneut im Mittelkreis.
Die Spielminuten 2-10 lassen sich mit einem Wort beschreiben: Chaos!
Die einzige Alternative wäre wohl: Unordnung! Vor allem „Tiffy“
Burtscheidt hatte größte Schwierigkeiten, seinem
Gegenspieler zu folgen, hatte er doch bei der Wahl seiner Schuhe
daneben gegriffen. Statt die den Platzverhältnissen angemessenen
18er-Alustollen anzuziehen, bevorzugte er ein Modell, mit dem eher
Erfolge auf der Bowlingbahn einzufahren sind und erinnerte im Bewegungsablauf
eher an Kati Witt als an Katsche Schwarzenbeck. In der 10. Minute
konnte er trotz beherzter Skating-Technik seinem Gegenspieler erneut
nicht folgen, sodass dieser alleine aufs Tor zulief und zum 2:0
erhöhen konnte. Daraufhin wurde Ralf Obels
für T. Burtscheidt eingewechselt und Leif
Kothe rutschte auf den Manndeckerposten zurück. In
der Folgezeit stabilisierte sich das Spiel der Heimmannschaft und
es entwickelte sich ein ausgeglichener Kick. Die größte
Chance auf 1:2 zu verkürzen vergab Andi Mai,
der freistehend aus 5 m über das Tor köpfte. Das Offensivspiel
der Rather entwickelte nicht mehr die Torgefahr der ersten 10 Minuten,
trotzdem fiel das 3:0 noch vor der Pause durch einen unhaltbaren
Schuss aus etwa 25 m Torentfernung.
In der Halbzeitpause empfing Jens F.
seine Leihschützlinge mit seinem typischen „Hab-ichs-doch-gewußt“-Gesichtsausdruck,
las aus den Knochen und opferte ein Huhn.
In der zweiten Halbzeit konnten die zahlreich erschienenen
Zuschauer einen wahren Sturmlauf der Kreisklassengötter bewundern,
der in der 50. Minute zum 1:3 durch Andi Mai führte.
Dieser vergab in der Folgezeit noch zwei weiter 100%ige Torgelegenheiten.
Bedburg-Rath beschränkte sich aufs kontern und kam sogar noch
zum vierten Treffer durch einen höchst diskutablen Foulelfmeter,
den Leif Kothe an seinem Gegenspieler verursachte
(65. Minute). André Fuhrmann hielt es nicht
mehr hinten und in der Abwehr wurde „Mann gegen Mann“
gespielt. Eine Viertelstunde vor Schluss markierte Andi
Mai das 2:4. Die Hoffnungen auf ein Unentschieden erfüllten
sich jedoch nicht mehr, da weiterhin beste Torchancen ausgelassen
wurden.
Fazit: Trotz vier Gegentoren und den geschenkten
ersten 10 Minuten war zum Ende des Spiels noch was drin. Andererseits
haben wir viel zu viele 100%ige vergeben und haben selbst Schuld,
dass wir verloren haben.
» Tabelle
Tim Kurtz 05/2006
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